Im Foyer der Pauluskirche hängt das „Zuwendekreuz“.
Dazu hier die Gedanken des Künstlers Erich Witzsche-Grafen.

Kein Kreuz „von oben“, sondern in Augenhöhe – so wie der Vater dem verlorenen Sohn entgegengelaufen ist – Auge in Auge.
Kein Kreuz mit sieghaft erhobenen Armen, sondern mit leicht gesenkten Armen – so wie der Vater den Sohn umarmt haben wird.
Kein Kreuz mit dem römischen Schuldspruch INRI (Jesus Nazarenus Rex Judäorum), sondern mit Zeichen der Himmelsrichtungen: In allen Teilen der Welt umarmt der Vater (wie die Mutter) die verlorenen Söhne und Töchter seiner Schöpfung.
Kein Kreuz ohne Herz: in der Mitte des Kreuz wird ein Sägeblatt zur (Dornen-)Krone und nimmt die Motive des Altarkeuzes in der Kirche auf: Kreuz und Krone – Niedrigkeit erhoben in die Herrlichkeit, in die Herrlichkeit der Zuwendung, des Beschenktseins, der Aufnahme in das Vaterhaus/Mutterhaus – ohne Sorge um die eigenen (Fehl-)Leistungen.
Aus solchem Vertrauen entsteht eine neue Daseinsweise!
Diese Überlegungen sind dem Künstler vor, bei und nach der Gestaltung des Kreuzes gekommen.
… machen Sie sich ihre eigenen Gedanken !
Dr. Erich Witzsche-Grafen, (geboren am 25.02.1929 – verstorben am 19.09.2018)
in Bad Neuenahr-Ahrweiler