14.12. – „Der Mistelzweig“

Eine Kurzgeschichte ...

Hören Sie heute eine Kurzgeschichte, die sich um den in der Weihnachtszeit praktizierten Brauch rankt, sich unter einem an einem Türrahmen angebrachten Mistelzweig zu küssen.

Dieser Brauch lässt sich auf den uralten vorchristlichen Glauben zurückführen, dass Paare, die sich unter einem Mistelzweig küssen, im kommenden Jahr viel Glück haben sollen.

Der Ursprung dieser Tradition liegt im Dunkeln, er geht vermutlich auf Einflüsse aus der keltischen und nordischen Mythologie zurück. In der nordischen Mythologie wird eine Verbindung mit der Liebesgöttin Frigg(a) gesehen: Nach tragischen Ereignissen mit einem glücklichen Ende nahm Frigg(a) der Mistel das Versprechen ab, keinem Menschen mehr zu schaden. Frigg(a) küsste vor Freude jeden, der unter dem Baum entlang ging, an dem der Mistelzweig gewachsen war, der zuvor so unheilvoll gewirkt hatte. Der Kuss unter dem Mistelzweig ist also ein Zeichen der Freude und der Liebe.